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Schutzgemeinschaft Lebenswertes Gessertshausen e.V.

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Jedes Lebewesen
benötigt seinen eigenen Lebensraum
Was wäre, wenn bestimmte Lebensräume wegfallen - es diese nicht mehr gibt?
Ganz klar, den Tieren und Pflanzen, die sich auf diesen Lebensraum spezialisiert haben wird die Lebensgrundlage entzogen und als Folge geht diese Population zugrunde.
Nun hört man immer wieder, es sind schon immer Arten ausgestorben und neue Arten haben sich durch die Anpassung an neue Gegebenheiten erst entwickelt. Durch Evolution ist das möglich. Es gilt aber nicht für kurze Zeiträume und sich plötzlich ändernde Umweltbedingungen.
Dennoch gibt es viele Lebewesen die Kulturfolger sind und sich beispielsweise mit unseren Siedlungen arrangiert haben und diese als ihren Lebensraum angenommen haben.
Andere Arten sind dazu nicht in der Lage und sterben, wenn der ihnen eigene Lebensraum entzogen wird.
 
Lebensraum für Tiere
Ein intakter Wald als Lebensraum für im Wald lebende Tiere ist ebenso wichtig wie eine Wiese, ein Feld oder ein Gewässer für die dort lebenden Arten. Das gilt für Schmetterlinge und Libellen ebenso wie für viele Vogelarten, beispielsweise den Specht, die Tannenmeise und die Feldlerche oder auch die Fledermäuse und die große Waldameise.
Nicht nur die stark gefährdeten Arten haben Probleme wenn ihr Lebensraum beschnitten oder zerstört wird. Auch Waldtiere wie z. B. Hase, Fuchs und Rehwild brauchen ihren Lebensraum zur Nahrungssuche, zum Schutz und zur Aufzucht ihrer Jungen. Hier fällt es uns nicht sonderlich auf wenn die Tiere ihren Lebensraum verlieren, da es keine besonders geschützten Arten sind, man sich darüber kaum Gedanken macht.
Dennoch bedeutet es einen groben Eingriff mit vielfältigen Auswirkungen auf die Tiere, sowie auf andere Bereiche.
Lebensraum für Pflanzen
Ähnlich wie bei den Tieren verhält es sich auch mit den Pflanzen. Sie sind ganz fest an ihren Standort gebunden und man kann nur versuchen einen Ausgleich an anderer Stelle zu schaffen. Dies ist je nach Pflanzenart mehr oder minder gut möglich.
 
1. Ein Wald beispielsweise braucht sehr lange bis er wieder hergestellt ist. Durch seinen sehr langsamen Wuchs dauert es Jahrzehnte bis Jahrhunderte - je nach Baum- und Waldart.
2. Eine Wiese kann dagegen relativ schnell ausgeglichen und wieder hergestellt werden. Eine Magere Flachland-Mähwiese erhält man in etwa fünf bis zehn Jahren.
3. Ein Niedermoor (Flachmoor) ist dagegen gar nicht an anderer Stelle ausgleichbar. Zumindest nicht nach unserer Zeitvorstellung - es würde ungefähr 10.000 Jahre dauern.
 
Lebensraum für Menschen
Auch der Mensch benötigt Lebensraum. Zwar ist er sehr anpassungsfähig und kann sich auf viele Lebensumstände einstellen - das heisst aber nicht, dass es gut für ihn ist. Der Mensch kann mit unpassenden Lebensräumen umgehen, wird längerfristig aber krank sofern kein Ausgleich vorhanden ist.
Deshalb ist es heute überaus wichtig Regenerationsgebiete und Rückzugsräume - Naherholungsbebiete - für uns Menschen zu erhalten und zu pflegen.
Wie sieht die Zukunft aus, wenn jedes Tier und jede Pflanze seinen von uns geschützten Lebensraum erhält und wir Menschen dabei unseren eigenen vergessen?
 
Lebensraum für Tiere im Wasser
Wasser ist elementar für alles Leben. Ohne Wasser sind alle anderen Lebensräume unmöglich. Schon allein aus diesem Grund sollte besonderer Wert auf saubere Seen, Bäche und Flüsse gelegt werden.
Ein sauberes Gewässer beherbergt Fische, u. a. vom aussterben bedrohte und geschützte Arten, Molche, Larven und Kleinstlebewesen, die am Anfang der Nahrungskette stehen.
GrSp03
 
Grünspecht
Vogel des Jahres 2014
 
Auswahlkriterium für den „Vogel des Jahres“ ist oftmals die Gefährdung der Art oder des Lebensraums. So können an dieser Art konkrete Bereiche des Natur- und Vogelschutzes sichtbar gemacht werden.
Der Grünspecht wird wegen seines markanten Rufs, der wie ein gellendes Lachen klingt auch „Lachvogel“ genannt.
 
Er kommt im Gemeindegebiet vor.
Natura 2000
FFH-Gebiete + Vogelschutzgebiete
 
Natura 2000 ist ein europäisches Biotop-Verbundnetz, das FFH- und Vogelschutzgebiete umfasst. Es regelt und unterscheidet z. B. die FFH-Gebiete in neun verschiedenen Lebensraumtypen:
 
- FFH 1 Küstenbereich
- FFH 2 Dünen Küsten / Binnenland
- FFH 3 Süsswasser
- FFH 4 Gem. Heide/Buschvegetation
- FFH 5 Hartlaubgebüsche
- FFH 6 Natürliches und naturnahes                 Grasland
- FFH 7 Hoch- und Niedermoore
- FFH 8 Felsige Lebensräume/Höhle
- FFH 9 Wälder
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